FC Bayern München: Wann unterschreibt Jupp Heynckes?

Vor mittlerweile einer Woche sorgte der FC Bayern München mit der Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti für einen Paukenschlag in der internationalen Fußballwelt. Während der Italiener an der Säbener Straße Geschichte ist, hat der deutsche Rekordmeister noch immer keinen Nachfolger präsentiert.

Heynckes als Platzhalter für Nagelsmann?

Nachdem zunächst der seit seinem Aus bei Borussia Dortmund am Ende der Vorsaison aktuell arbeitslose Thomas Tuchel als heißester Kandidat gehandelt wurde, deutet inzwischen alles auf eine Übergangslösung bis zum Ende der Saison und dann ein intensives Werben um Julian Nagelsmann von der TSG 1899 Hoffenheim hin.

Und auch die Übergangslösung scheint mit Jupp Heynckes schon festzustehen. Die Bayern hätten den Trainer gerne zurück und sind mit einer Delegation bestehend aus Präsident Uli Hoeneß, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic bereits beim 72 Jahre alten Fußball-Lehrer vorstellig  geworden, wie dieser gegenüber der „Rheinischen Post“ bestätigte und zugleich verriet, dass dabei „viele Dinge besprochen worden seien.

Noch hat sich Heynckes aber noch nicht dazu durchgerungen, den FC Bayern zum insgesamt vierten Mal zu übernehmen. Möglicherweise auch im Wissen darum, dass die Messlatte nach dem Gewinn des Triples am Ende seiner letzten Saison 2012/13 sehr hoch hängen würde.

Anfrage in Düsseldorf wegen Peter Hermann

Vielleicht spielt es für Heynckes aber auch eine Rolle, auf welchen Stab er bauen könnte. So sollen die Bayern bereits bei Fortuna Düsseldorf wegen Peter Hermann angefragt haben, den Heynckes offenbar wie bei den Erfolgen in seiner letzten Amtszeit gerne wieder als Co-Trainer hätte.

Der 65-Jährige besitzt beim Tabellenführer der 2. Bundesliga allerdings noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison und würde kaum ohne Weiteres die Freigabe erhalten. Laut „Bild“ befinden sich beide Vereine aber bereits in Gesprächen über eine mögliche Ablöseregelung, die auch ein Freundschaftsspiel umfassen könnte, dessen Einnahmen an die Fortuna gingen.

VfB Stuttgart: Alexander Meyer ist die neue Nummer zwei

Als nach dem Aufstieg des VfB Stuttgart erste Spekulationen aufkamen, dass ein neuer Hochkaräter für das Tor kommen soll, zeichnete sich frühzeitig ab, dass es für Mitch Langerak trotz ordentlicher bis guter Leistungen in der 2. Bundesliga schwer werden würde.

Und als dann tatsächlich Weltmeister Ron-Robert Zieler präsentiert wurde und sich den Stammplatz sichern konnte, bereitete Langerak nach zwei Jahren in Stuttgart seinen Abflug vor. Letztlich wechselte der Australier, der auch mit Blick auf die WM 2018 regelmäßige Spielpraxis benötigt, zum spanischen Erstliga-Aufsteiger UD Levante.

Stuttgart handelte nach Langeraks Abschied schnell und stellte Alexander Meyer als neuen Schlussmann vor. Der 26-Jährige hatte im Pokal-Duell mit dem VfB im Tor von Energie Cottbus auf sich aufmerksam gemacht und wurde prompt aus der Lausitz losgeeist. Und Meyer hat Trainer Hannes Wolf auf Anhieb mehr überzeugt als der bisherige dritte Keeper Jens Grahl.

Hoffnung auf den Bankplatz zerplatzt

Der ehemalige Hoffenheimer wurde schon vergangene Saison von einer Knie-OP zurückgeworfen und war hinter dem im Sommer zum Karlsruher SC abgewanderten Benjamin Uphoff nur noch vierter Keeper. Nach Langeraks Abschied durfte der 28-Jährige dann wieder auf die Rolle als Reservetorwart hoffen, doch nun machte Coach Wolf öffentlich klar, dass der neu geholte Meyer seine Nummer zwei ist.

Meyer wird also bei den Bundesliga-Spielen auf der Bank sitzen, während Grahl die Tribüne droht oder wahlweise Einsätze in der zweiten Mannschaft. EIn Wechsel in der Winterpause scheint nun nicht ausgeschlossen.

VfL Bochum: Durchwachsener Start – Stiepermann vor Wechsel

Den Start in die neue Saison hat man sich beim VfL Bochum nicht zuletzt wegen der über weite Strecken starken Generalprobe gegen Borussia Dortmund (2:2) sicherlich anders vorgestellt als mit nur einem mageren Punkt aus den Spielen gegen den FC St. Pauli (0:1) und beim MSV Duisburg (1:1).

Hinterseer und Kruse noch nicht top-fit

Der neue Trainer Ismail Atalan, der das Kommando erst 19 Tage vor dem Auftaktmatch vom entlassenen Gertjan Verbeek übernommen hat, zeigte sich nach dem gestrigen Remis in Duisburg aber dennoch nicht unzufrieden, sondern hob die positive Entwicklung seiner Mannschaft hervor. Noch ist es aber zweifellos so, dass Atalan noch keine perfekt funktionierende Formation gefunden hat, was natürlich auch daran liegt, dass die hoch eingeschätzten Neuzugänge Lukas Hinterseer und Robbie Kruse keine komplette Vorbereitung absolvieren konnten und dementsprechend noch Nachholbedarf haben. Beide standen in Duisburg aber in der Startelf und sollten ihre Defizite auch in Sachen Spielpraxis bald aufgeholt haben.

Dagegen spielt Marco Stiepermann in den Bochumer Planungen wohl keine Rolle mehr. Noch am Donnerstag dementierte Sportvorstand Christian Hochstätter in der Spieltags-PK zwar ein Angebot von Norwich City für den Mittelfeldspieler, den es nun aber doch auf die Insel ziehen soll.

Millionen-Ablöse für Stiepermann?

Nach Informationen der „Reviersport“ steht Stiepermann unmittelbar vor einem Wechsel nach Norwich. Den englischen Zweitligisten trainiert seit diesem Sommer mit Daniel Farke der frühere Coach der U23 von Borussia Dortmund, der mit Marcel Franke (SpVgg Greuther Fürth) schon einen anderen deutschen Zweitliga-Profi zu den Kanarienvögeln lotsen konnte.

Für Stiepermann, der vor einem Jahr für rund 700.000 Euro von der SpVgg Greuther Fürth gekommen ist, aber die Erwartungen allenfalls bedingt erfüllen konnte, soll der VfL eine Ablöse im siebenstelligen Bereich kassieren. Damit hätte Bochum mit einem Spieler, der bei den Fans keinen einfachen Stand hat und auch sportlich verzichtbar scheint, sogar noch einen stattlichen Gewinn gemacht. Nicht ausgeschlossen, dass im Gegenzug dafür nochmals investiert wird.

Hannover 96: Ujah oder Lasogga für den Sturm?

Mit Pirmin Schwegler (TSG 1899 Hoffenheim), Julian Korb (Borussia Mönchengladbach), Matthias Ostrzolek (Hamburger SV) und Michael Esser (SV Darmstadt 98) hat sich Hannover 96 für die neue Saison mit vier Spielern verstärkt, die in der abgelaufenen Spielzeit in der Bundesliga aktiv waren und die allesamt über viel Erfahrung auf hohem Niveau verfügen.

Komplett ist der Kader von Trainer Andre Breitenreiter aber noch nicht. Gesucht wird noch nach einem Innenverteidiger und einer Alternative für die offensiven Außenbahnen. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht indes ein neuer Mittelstürmer, der künftig an der Seite von Martin Harnik für Tore sorgen soll.

Partner für Harnik gesucht

Weil sich Harnik, der mit 17 Treffern maßgeblich am direkten Wiederaufstieg beteiligt war, in einer Rolle am wohlsten fühlt, in der er mit einem Sturmpartner und um einen zentralen Angreifer herum agieren kann, fahndet Manager Horst Heldt nach einem klassischen Mittelstürmer mit Stärken im Strafraum, der Ballbehauptung und dem Rücken zum Tor.

Während der wochenlang gehandelte und beim FC Schalke 04 nicht mehr wirklich gefragte Franco di Santo kein Thema mehr ist, scheint mit Anthony Ujah der Wunschkandidat ausgemacht. Allerdings erweisen sich die Bemühungen um den einst in der Bundesliga für den 1. FSV Mainz 05, den 1. FC Köln und den SV Werder Bremen aktiven Nigerianer als nicht einfach. Denn der chinesische Erstligist FC Liaoning, der Ujah vor gut einem Jahr für rund 13 Millionen Euro aus Bremen losgeeist hat, will den 26-Jährigen nicht ziehen lassen und hat allenfalls für die Winter-Transferperiode Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Lasoggas Gehalt als Hindernis?

Solange wird Hannover aber sicherlich nicht warten und prüft stattdessen andere Alternativen. Eine davon ist nach Informationen des „Kicker“ Pierre-Michel Lasogga vom Hamburger SV, nachdem der noch vor Ujah ins Auge gefasste Andre Hahn Borussia Mönchengladbach just in Richtung Hamburg verlassen hat. Lasogga hatte schon vergangene Saison wenig Einsatzzeiten und kann den HSV nicht zuletzt wegen seines hohen Gehaltes verlassen. Ob Hanover dieses übernehmen würde, ist freilich fraglich. Bewegung dürfte in die Personalie allerdings ohnehin nur dann kommen, wenn es in Sachen Ujah ein klares und endgültiges Nein aus China gibt.

1. FC Köln: Anthony Modeste vor China-Wechsel – Wer kommt als Ersatz?

Mit 25 Toren hatte Anthony Modeste großen Anteil daran, dass der 1. FC Köln seine beste Saison seit 25 Jahren gespielt und als Tabellenfünfter in die Europa League eingezogen ist. Und nun scheint der 29 Jahre alte Franzose seine starken Leistungen zu nutzen, um in China richtig viel Geld zu verdienen.

Nach Informationen der „Bild“ soll sich Modeste mit dem chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian bereits über eine Zusammenarbeit einig sein. Der Torjäger soll sogar schon einen Vorvertrag über dreieinhalb Jahre unterzeichnet haben, der offenbar mit 35 Millionen Euro netto dotiert ist.

Schmerzgrenze bei 40 Millionen Euro?

Nachvollziehbar, dass Modeste angesichts solcher Summen seine noch im Winter vorhandene Skepsis einen Wechsel nach China betreffend abgelegt hat. Am Dienstag soll es nun zu einem Treffen in Köln zwischen den FC-Geschäftsführern Alexander Wehrle und Jörg Schmadtke auf der einen sowie Modeste auf der anderen Seite kommen, bei dem endgültig klare Fronten geschaffen werden dürften.

Beide Vereine müssen dann aber noch eine Einigung erzielen, wobei der FC die ersten Offerten aus China über angeblich 25 und 30 Millionen Euro abgelehnt haben soll. Bei 40 Millionen Euro dürfte indes eine Schmerzgrenze für den vor zwei Jahren für lediglich 4,5 Millionen Euro von der TSG 1899 Hoffenheim gekommenen Angreifer liegen.

Cordoba, Uth oder Gregoritsch?

Im Gegenzug benötigen die Geißböcke aber natürlich Ersatz, womit neben einer ohnehin geplanten Stürmerverpflichtung wohl noch ein weiterer Angreifer kommt.

Als heiße Kandidaten gelten Jhon Cordoba vom 1. FSV Mainz 05 und Mark Uth von der TSG 1899 Hoffenheim, mit denen man bereits in Gesprächen sein soll. Neu in der Verlosung scheint laut „Bild“ nun auch Michael Gregoritsch zu sein, der den Hamburger SV offenbar für fünf Millionen Euro verlassen kann.

Damit wäre der 23 Jahre alte Österreicher auf jeden Fall günstiger als Cordoba, für den Mainz mindestens 15 Millionen Euro aufrufen soll, und auch als Uth, der angesichts eines 2018 auslaufenden Vertrages wohl etwas billiger zu haben wäre.

Borussia Mönchengladbach: Grifo und Terodde an der Angel?

Das 2:2 zum Abschluss gegen den SV Darmstadt 98 passte zur Saison von Borussia Mönchengladbach, die mit dem Verpassen eines internationalen Wettbewerbs letztlich als Enttäuschung in Erinnerung bleiben wird, zumal auch im DFB-Pokal mit der Pleite im Halbfinale nach Elfmeterschießen gegen Eintracht Frankfurt der Finaleinzug nur knapp verfehlt worden ist.

In der neuen Saison will und wird die Borussia, die sich schon in der Rückrunde unter dem neuen Trainer Dieter Hecking steigern konnte, aber sicherlich wieder vorne angreifen. Und das mit einem etwas veränderten und vermutlich auch verkleinerten Kader. Weil die internationalen Spiele fehlen, soll der eine oder andere Spieler aus der zweiten Reihe den Verein verlassen. Kandidaten für einen Abschied trotz laufender Verträge sind Julian Korb, Andre Hahn und der derzeit verletzte Josip Drmic, während Nico Schulz nach seiner Steigerung in den letzten Wochen trotz des Interesses von Sporting Lissabon wohl bleiben soll.

Sicher den Verein verlässt derweil Mo Dahoud, der für gut zehn Millionen Euro zu Borussia Dortmund wechselt. Und auch die Hoffnungen auf einen Verbleib von Andreas Christensen, der nach zweijähriger Ausleihe zum FC Chelsea zurück muss, sind nur sehr gering. Auf jeden Fall wird beim dänischen Nationalspieler vor Ende August keine Entscheidung fallen und bis dahin will die Borussia ihren Kader schon zusammenhaben.

Deutet man alle Zeichen richtig, wird dann Vincenzo Grifo eine weitere Alternative für die ohnehin schon gut besetzten offensiven Außenbahnen sein. Der Deutsch-Italiener wird aller Voraussicht nach eine Ausstiegsklausel nutzen und den SC Freiburg für eine festgeschriebene Ablöse im Bereich von sechs bis sieben Millionen Euro in Richtung Niederrhein verlassen. Und eine Ausstiegsklausel könnte auch bei Simon Terodde eine entscheidende Rolle spielen. Der 29 Jahre alte Angreifer, der gerade mit dem VfB Stuttgart den Aufstieg perfekt gemacht hat und zum zweiten Mal in Folge mit 25 Treffern Torschützenkönig in Liga zwei wurde, soll laut “Bild“ für 5,5 Millionen Euro nach Gladbach wechseln. Bislang hüllen sich aber alle Beteiligten noch in Schweigen bezüglich der Medienberichte.

Fortuna Düsseldorf: Wachsende Sorgen im Abstiegskampf

Nach 22 Punkten aus den ersten 13 Spielen wurde Fortuna Düsseldorf vom einen oder anderen Experten sogar als Kandidat für den Aufstieg in die Bundesliga gesehen. Doch inzwischen müssen die Rheinländer vor allem wegen ihrer eklatanten Heimschwäche sogar um den Klassenerhalt bangen.

Aus den jüngsten 17 Partien reichte es nur zu 13 weiteren Zählern, sodass der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf mittlerweile drei Punkte geschmolzen ist. Und sollten die Würzburger Kickers am morgigen Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg nicht verlieren, wären es sogar nur noch zwei Punkte. In Düsseldorf geht deshalb die Angst vor dem Absturz um, was auch angesichts der anstehenden Aufgabe bei Hannover 96 durchaus nachvollziehbar ist. Und da der letzte Heimsieg vom zehnten Spieltag datiert, dienen die verbleibenden beiden Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten aus Würzburg und Aue auch nur bedingt als Mutmacher.

Drei Ausfälle nach dem St. Pauli-Spiel

In Hannover kommt erschwerend eine angespannte Personalsituation hinzu. Zwar kann dann der am Freitag bei der 1:3-Niederlage gegen den FC St. Pauli wegen eines Magen-Darm-Infekts fehlende Rouwen Hennings aller Voraussicht nach wieder mitwirken, doch dafür gibt es drei neue Ausfälle zu beklagen.

Die gegen St. Pauli mit Gelb-Rot bzw. Rot vom Platz gestellten Adam Bodzek und Andre Hoffmann fehlen gesperrt, kehren aber danach zurück. Dagegen ist die Saison für Kevin Akpoguma auf jeden Fall beendet. Der 22 Jahre alte Innenverteidiger, der im Sommer nach dann zweijähriger Ausleihe zur TSG 1899 Hoffenheim zurückkehrt, erlitt am Freitag bei einem unglücklichen Zusammenprall mit St. Paulis Bernd Nehrig einen Bruch des ersten Halswirbels.

Akpoguma hatte zwar Glück im Unglück und kommt wohl sogar um eine Operation herum, doch im Düsseldorfer Trikot wird das Defensivtalent wohl nicht mehr zu sehen sein.

SV Darmstadt 98: Großkreutz kommt – Ein Signal für Sulu, Gondorf und Co.?

Bei 14 Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und nur noch sechs ausstehenden Spielen ist der SV Darmstadt 98 zwar rechnerisch noch nicht abgestiegen, de facto aber nicht mehr oder allenfalls durch ein absolutes Fußballwunder noch zu retten.

Weitaus wahrscheinlich als ein solches Wunder ist die Zukunft der Lilien in der 2. Bundesliga, worauf rund ums Böllenfalltor längst alle Planungen ausgerichtet sind. Klar ist schon seit der Winterpause, dass der zunächst für die Rückrunde verpflichtete Trainer Torsten Frings mit in die 2. Bundesliga geht. Ebenso sicher ist, dass teure Spieler mit auslaufenden Verträgen wie Hamit Altintop bzw. ausgeliehene Akteure wie Sidney Sam nicht gehalten werden können.

Großkreutz kommt für zwei Jahre

Dafür ist Darmstadt nun ein absoluter Transfercoup gelungen. Nur wenige Stunden nach dem Aufkommen erster Gerüchte bestätigten die Lilien die Verpflichtung von Kevin Großkreutz zum 1. Juli 2017. Der Weltmeister, der vor wenigen Wochen seinen Vertrag beim VfB Stuttgart nach einer nächtlichen Eskapade in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst hat, kommt ablösefrei nach Darmstadt und unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2019.

„Torsten Frings hat sich sehr um mich bemüht und zusammen mit den Verantwortlichen davon überzeugt, dass es der richtige Schritt für mich ist. Wie bei all meinen vorherigen Klubs werde ich alles dafür tun, dass wir gemeinsam Erfolg haben werden“, nannte Großkreutz einen wichtigen Grund für seine Entscheidung, die gleichbedeutend mit der letzten Chance für den 28-Jährigen im deutschen Fußball sein dürfte.

Ausstiegsklauseln bei Sulu und Gondorf

Gleichzeitig erhofft man sich in Darmstadt von der aufsehenerregenden Verpflichtung des auf mehreren Positionen einsetzbaren Allrounders aber sicherlich auch eine Signalwirkung in Bezug auf andere Spieler, die derzeit noch mit einem Abschied liebäugeln. Das gilt etwa für den nur noch bis Saisonende gebundenen Marcel Heller sowie für Jerome Gondorf und Aytac Sulu, die den Verein für festgeschriebene Ablösesummen im niedrigen siebenstelligen Bereich verlassen können.

Bleibt freilich abzuwarten, ob der Großkreutz-Transfer seine Wirkung in dieser Hinsicht auch entfaltet.

Werder Bremen: Hoffenheim buhlt um Serge Gnabry

Trotz der starken Phase vor der Länderspielpause mit 13 Punkten aus fünf Spielen ist der SV Werder Bremen noch lange nicht über den Berg. Lediglich zwei Zähler Vorsprung haben die Grün-Weißen auf den Relegationsplatz, den aktuell der große Nordrivale aus Hamburg belegt.

Schwerer Endspurt

Mit Blick auf das Restprogramm sollte Werder die für den Klassenerhalt noch fehlenden Punkte am besten bis zum 31. Spieltag einfahren. Denn die letzten drei Spiele beim 1. FC Köln und bei Borussia Dortmund sowie zu Hause gegen die TSG 1899 Hoffenheim haben es noch einmal in sich. Nichtsdestotrotz darf man in Bremen aufgrund der Leistungen der letzten Wochen zuversichtlich sein, den Abstieg einmal mehr vermeiden zu können.

Und damit man kommende Saison nicht wieder in die Bredouille gerät, basteln die Werder-Verantwortlichen schon jetzt an einem schlagkräftigen Kader. Mit dem schwedischen Nationalspieler Ludwig Augustinsson steht ein erster vielversprechender Neuzugang bereits fest und weitere werden folgen.

FC Bayern aktuell nicht interessiert

Nicht minder wichtig dürfte es aber sein, die vorhandenen Leistungsträger zu halten. Das gilt natürlich vor allem für Serge Gnabry, der im vergangenen Sommer vom FC Arsenal kam und sich innerhalb weniger Monate in die Nationalmannschaft spielte. Die Leistungen des 21-Jährigen sind freilich auch andernorts nicht unbeobachtet geblieben. So hält sich seit längerem das Gerücht, dass der FC Bayern München eine Option auf Gnabry besitzen soll, wofür es aber keine Bestätigung gibt. Und laut „Kicker“ sollen die Bayern zumindest mit Blick auf die nächste Saison auch kein Interesse am Bremer Shooting-Star haben.

Dafür berichtet der „Kicker“ aber davon, dass man sich bei der TSG 1899 Hoffenheim mit Gnabry beschäftigt und den Offensivmann gerne in den Kraichgau locken würde. Die Aussicht auf die Champions League könnte dabei durchaus eine Rolle spielen. In Bremen muss man auf jeden Fall bangen.

Kickers Offenbach: Vorfreude auf die Bayern im grauen Alltag

Mit dem 2:0-Sieg im Kellerduell der Regionalliga Südwest gegen die Stuttgarter Kickers hat Kickers Offenbach am Wochenende drei wichtige Punkte eingefahren. Mit 29 Zählern steht der OFC nun auf Rang 14 und müsste in Abhängigkeit von den Auf- und Absteigern in die bzw. aus de 3. Liga um den Klassenerhalt bangen.

Punktabzug als gravierender Nachteil

Hauptgrund dafür ist die Ende Mai 2016 erfolgte Einleitung eines Insolvenzverfahrens, das gemäß den Regularien des DFB den Abzug von neun Punkte für die laufende Saison zur Folge hatte. Mit diesen neun Zählern stünden die Kickers entspannt jenseits von Gut und Böse in der Tabelle. So aber geht es möglicherweise bis zum Schluss gegen den Abstieg, was gemessen an der Tradition und der noch immer vorhandenen Strahlkraft des OFC ein Desaster ist.

Ein Entkommen aus dem tristen Alltag scheint indes nicht ohne Weiteres möglich, zumal die wirtschaftliche Lage am Bieberer Berg nach wie vor alles andere als rosig ist.

Alle Einnahmen gehen an die Kickers

Immerhin aber kann das komplette Aus des OFC wohl vermieden werden. Nicht zuletzt dank des FC Bayern München, der im Dezember sein Kommen zu einem sogenannten Retterspiel zugesagt hat. „Kickers Offenbach ist ein Traditionsverein und war immer ein wichtiger Verein in Deutschland, deshalb unterstützen wir sie gerne. Alle Einnahmen dieses Spiels kommen Kickers Offenbach zugute. Wir hoffen, dass wir somit helfen können, die Zukunft dieses tollen Vereins zu sichern“, erklärte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nach Bekanntgabe des Spiels, das kurz nach Beginn der neuen Saison vor sicherlich ausverkauftem Haus stattfinden wird.

Bereits in der Vergangenheit trat der FC Bayern, zu dem Kickers-Präsident Helmut Spahn die Kontakte knüpfen konnte, zu mehreren Retterspielen etwa bei Alemannia Aachen oder dem FC St. Pauli an. Und obwohl sich der sportliche Wert dieser Begegnung auch diesmal wieder in Grenzen halten wird, herrscht in Offenbach enorme Vorfreude darauf, dass zumindest für wenige Stunden der große Fußball zurückkehrt.