Kickers Offenbach: Vorfreude auf die Bayern im grauen Alltag

Mit dem 2:0-Sieg im Kellerduell der Regionalliga Südwest gegen die Stuttgarter Kickers hat Kickers Offenbach am Wochenende drei wichtige Punkte eingefahren. Mit 29 Zählern steht der OFC nun auf Rang 14 und müsste in Abhängigkeit von den Auf- und Absteigern in die bzw. aus de 3. Liga um den Klassenerhalt bangen.

Punktabzug als gravierender Nachteil

Hauptgrund dafür ist die Ende Mai 2016 erfolgte Einleitung eines Insolvenzverfahrens, das gemäß den Regularien des DFB den Abzug von neun Punkte für die laufende Saison zur Folge hatte. Mit diesen neun Zählern stünden die Kickers entspannt jenseits von Gut und Böse in der Tabelle. So aber geht es möglicherweise bis zum Schluss gegen den Abstieg, was gemessen an der Tradition und der noch immer vorhandenen Strahlkraft des OFC ein Desaster ist.

Ein Entkommen aus dem tristen Alltag scheint indes nicht ohne Weiteres möglich, zumal die wirtschaftliche Lage am Bieberer Berg nach wie vor alles andere als rosig ist.

Alle Einnahmen gehen an die Kickers

Immerhin aber kann das komplette Aus des OFC wohl vermieden werden. Nicht zuletzt dank des FC Bayern München, der im Dezember sein Kommen zu einem sogenannten Retterspiel zugesagt hat. „Kickers Offenbach ist ein Traditionsverein und war immer ein wichtiger Verein in Deutschland, deshalb unterstützen wir sie gerne. Alle Einnahmen dieses Spiels kommen Kickers Offenbach zugute. Wir hoffen, dass wir somit helfen können, die Zukunft dieses tollen Vereins zu sichern“, erklärte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nach Bekanntgabe des Spiels, das kurz nach Beginn der neuen Saison vor sicherlich ausverkauftem Haus stattfinden wird.

Bereits in der Vergangenheit trat der FC Bayern, zu dem Kickers-Präsident Helmut Spahn die Kontakte knüpfen konnte, zu mehreren Retterspielen etwa bei Alemannia Aachen oder dem FC St. Pauli an. Und obwohl sich der sportliche Wert dieser Begegnung auch diesmal wieder in Grenzen halten wird, herrscht in Offenbach enorme Vorfreude darauf, dass zumindest für wenige Stunden der große Fußball zurückkehrt.

Hannover 96: Muss auch Daniel Stendel gehen?

Hannover 96 hat am Tag nach der 0:2-Niederlage beim Karlsruher SC für einen Paukenschlag personeller Natur gesorgt. Während im Umfeld vor allem über eine Ablösung von Trainer Daniel Stendel spekuliert wurde und noch immer wird, gaben die Niedersachsen die Trennung von Geschäftsführer Martin Bader und vom Sportlichen Leiter Christian Möckel bekannt.

Aufsichtsrat entscheidet sich gegen Bader und Möckel

„Alle Mitglieder des Aufsichtsrates fühlen sich nach wie vor dem Ziel verpflichtet, alle Kraft darauf zu verwenden, den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu schaffen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind davon überzeugt, dass die Lizenzspiel-Mannschaft auch die sportlichen Möglichkeiten dazu besitzt. Die Gremiumsmitglieder sind der Auffassung, dass zum Erreichen dieses Ziels die sportliche Führung des Clubs verändert werden muss“, lautet ein offizielle Statement auf der vereinseigenen Webseite, auf der neben der Entlassung von Bader und Möckel auch gleich die Verpflichtung von Horst Heldt als neuem Sportdirektor vermeldet wurde.

Heldt wird am heutigen Montag um 15 Uhr auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Dann wird der bis letzten Sommer als Sportvorstand des FC Schalke 04 tätige Ex-Profi sicherlich auch Stellung beziehen müssen zur Trainerfrage. Denn auch wenn in der Causa Stendel bisher nichts passiert ist, scheint ein Trainerwechsel nicht ausgeschlossen.

Verhältnis zwischen Trainer und Team gestört

Insbesondere auch deshalb nicht, weil das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft offenkundig gestört ist. Laut einem Bericht der „Neuen Presse“ soll der Mannschaftsrat Stendel auf der Rückreise aus Karlsruhe um ein Gespräch gebeten haben, in dessen Verlauf dann ein zu hartes Training ebenso moniert wurde wie die Menschenführung Stendel und die taktische Ausrichtung.

Offen, ob sich diese Risse noch kitten lassen. Optimal sind die Vorzeichen vor dem Endspurt im Aufstiegsrennen auf jeden Fall nicht, zumal immer öfter der Name Andre Breitenreiter fällt. Breitenreiter, der auf Schalke mit Heldt zusammengearbeitet hat und sein letzten Sommer ohne Verein ist, wohnt in Hannover und hat nie einen Hehl aus seiner besonderen Beziehung zu 96 gemacht.

Hamburger SV: Nikola Milenkovic und Nuno Santos im Visier?

Die 0:8-Klatsche vom Samstag beim FC Bayern München sitzt dem Hamburger SV auch zwei Tage danach noch in den Knochen. Nicht wenige Fans befürchten sogar, dass das Debakel von München längerfristige Auswirkungen haben könnte. Vom Tisch wischen kann der HSV diese Bedenken indes bereits am Mittwoch, wenn Borussia Mönchengladbach zum Viertelfinale des DFB-Pokals im Volksparkstadion gastiert.

Viele offene Personalfragen

Wichtiger als der Pokal ist beim HSV freilich der Klassenerhalt. Aktuell sieht es zwar nicht danach aus, doch im Optimalfall machen die Hanseaten den Ligaverbleib frühzeitig klar, was zu personeller Planungssicherheit führen würde. Denn es stehen einige brisante Entscheidungen an. Beispielsweise laufen die Verträge mit Rene Adler und Johan Djourou aus. Und die beiden Top-Verdiener können im Moment wohl nicht unbedingt damit rechnen, dass der HSV verlängern möchte, zumindest nicht zu den bisherigen Bezügen.

Sicher sein kann man sich, dass der schon in den letzten Transferperioden eingeleitete Kaderumbau weiter vorangetrieben wird. Während eine Weiterverpflichtung des bislang nur ausgeliehenen Kyriakos Papadopoulos im Bereich des Möglichen liegt, wird der HSV gerüchteweise mit zwei Talenten aus dem Ausland in Verbindung gebracht.

Konkurrenz bei Milenkovic

Zum einen soll der HSV laut Meldungen aus dessen Heimat rund 4,5 Millionen Euro Ablöse für den 19 Jahre alten Innenverteidiger Nikola Milenkovic von Partizan Belgrad geboten haben, dem allerdings auch Anfragen von Juventus Turin und dem RSC Anderlecht vorliegen sollen.

Und zum anderen berichtet die portugiesische „O Jogo“, dass der HSV den aktuell von Benfica Lissabon an Vitoria Setubal verliehenen Nuno Santos zuletzt mehrfach beobachtet hat und Gespräche mit Benfica planen soll. Der 22 Jahre alte Portugiese kann auf beiden Flügeln eingesetzt werden, spielt aber bevorzugt links.

1. FC Köln: Keine Schmerzgrenze bei Anthony Modeste – 40-Millionen-Angebot abgelehnt

Mit seinem 17. Saisontor zum 1:1-Ausgleich gegen den FC Schalke 04, der bis zum Ende Bestand haben sollte und den 1. FC Köln aussichtsreich im Rennen um die internationalen Plätze hält, hat Anthony Modeste am gestrigen Sonntag in der Torjägerliste zu Pierre-Emerick Aubameyang aufgeschlossen und steht damit weiter einen Treffer vor Robert Lewandowski.

Angesichts der Leistungen des Franzosen, der schon in der Vorsaison 15-mal getroffen hatte, weiß man in Köln natürlich, dass Modeste auch andernorts Interesse auf sich zieht. Schon im vergangenen Sommer schien der Angreifer fast weg aus Köln, als Klubs aus China sowie West Ham United um ihn buhlten, doch letztlich unterschrieb der 28-Jährige einen neuen Vertrag bis 2021 und das ohne Ausstiegsklausel.

Eine Unterschrift, die für den FC noch Gold wert sein könnte. Denn nicht erst im Sommer, sondern schon jetzt liegt ein höchst lukratives Angebot wiederum aus China vor. Ein bislang namentlich nicht bekannter Klub soll laut „Kicker“ 40 Millionen Euro Ablöse für den Kölner Torjäger bieten, um diesen sofort zu verpflichten.

Aktuell keine Schmerzgrenze

Selbst damit beißt der chinesische Verein beim FC aktuell aber auf Granit: „Unsere Haltung ist klar: Wir werden unsere sportliche Zielsetzung nicht aufgrund eines Transfers gefährden – auch wenn es um viel Geld geht“, so Manager Jörg Schmadtke, laut dem es aktuell auch keine Schmerzgrenze gibt.

Zumindest derzeit und mit Blick auf einen in China noch bis Ende Februar möglichen Transfer nicht, denn sollte nach dieser Saison wieder ein Angebot in dieser Größenordnung ins Haus flattern, würde man in Köln wohl sehr genau darüber nachdenken. Denn zum einen wäre man dann auf einen Schlag schuldenfrei und hätte noch genügend Geld übrig, um im Gegenzug gleich mehrere hochkarätige Spieler zu verpflichten.

FC St. Pauli: Den Klassenerhalt wieder im Blick

Den Start ins neue Jahr hat der FC St. Pauli mit einer 0:1-Heimniederlage zum Rückrundenauftakt gegen den VfB Stuttgart noch in den Sand gesetzt, doch seitdem haben die Kiez-Kicker deutlich gemacht, sich im Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben zu haben.

Zweiter Sieg in Serie

Am vorvergangenen Wochenende setzte die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen mit dem völlig überraschenden 2:1-Sieg beim bis dato zu Hause noch ungeschlagenen Herbstmeister Eintracht Braunschweig ein erstes dickes Ausrufezeichen, dem am gestrigen Sonntag ein verdienter 2:0-Heimsieg gegen Dynamo Dresden folgte.

St. Pauli gab mit diesem zweiten Dreier in Serie nicht nur die rote Laterne ab, sondern kletterte sogar auf den Relegationsplatz und liegt nun nur noch einen Punkt hinter dem rettenden Ufer zurück.

Innenverteidiger Lasse Sobiech war mit dem Auftritt gegen Dresden natürlich hochzufrieden und geriet auf der vereinseigenen Webseite beinahe ins Schwärmen: „Das war heute eine der besten Leistungen in der gesamten Saison. Wir haben es wieder geschafft, die Leidenschaft auf den Rasen zu bringen.“

Trainer Ewald Lienen war es derweil besonders wichtig, dass erstmals seit dem vierten Spieltag und einem 2:1 gegen Arminia Bielefeld wieder zu Hause gewonnen wurde: „Die Heimspiele sind im Abstiegskampf extrem wichtig und da müssen wir einfach punkten.“

Drei direkte Duelle stehen an

Und richtig wichtig werden nun auch die nächsten Wochen, denn nacheinander bekommt es St. Pauli mit drei direkten Konkurrenten zu tun. Zunächst geht es zum punktgleichen Tabellensiebzehnten nach Bielefeld, dann kommt der aktuell mit einem Zähler mehr auf Rang 15 stehende Karlsruher SC ans Millentor und schließlich muss St. Pauli zum TSV 1860 München, der im Moment mit fünf Punkten mehr auf Platz 14 rangiert, der aber auch noch lange nicht gerettet ist.

Hertha BSC: Genki Haraguchi vor Verlängerung bis 2021

Mit dem 1:0-Sieg gegen den FC Ingolstadt hat Hertha BSC die Nerven aller Fans beruhigt, die einen erneuten Absturz in der Rückrunde analog zu den letzten Jahren befürchteten. Dank eines frühen Tores von Genki Haraguchi bereits in der zweiten Minute besiegte die Hertha die Schanzer und fuhr nach zwei Auftaktpleiten im neuen Jahr bei Bayer Leverkusen (1:3) und beim SC Freiburg (1:2) wieder Zählbares ein.

Dass Haraguchi das Tor des Tages gelang, war nicht unbedingt Zufall. Denn der gut in die Saison gestartete Japaner befindet sich nach einer Schwächephase in den Wochen vor Weihnachten klar auf dem aufsteigenden Ast. Mit seiner Schnelligkeit und seiner Fähigkeit, sich im Eins-gegen-Eins durchzusetzen, ist Haraguchi für die Hertha-Offensive enorm wichtig, da in Abwesenheit des noch verletzten Mitchell Weiser kaum ein anderer Spieler über derlei Qualitäten verfügt.

Michael Preetz bestätigt Gespräche

Kein Wunder ist es deshalb auch, dass die Hertha-Verantwortlichen noch gerne lange mit dem 25-Jährigen zusammenarbeiten würden, dessen Entwicklung überdies noch nicht abgeschlossen scheint. Und nach Informationen der „Bild“ sieht es wohl auch danach aus, als würde der aktuell noch bis 2018 gebundene Offensivmann in Kürze einen neuen Vertrag bis 2021 unterschreiben.

„Genki hat Eigenschaften, die ihn sehr wertvoll für uns machen. Deshalb wollen wir gerne länger mit ihm weiter arbeiten. Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung laufen“, bestätigt Manager Michael Preetz in „Bild“ zumindest die laufenden Bemühungen um eine längerfristige Bindung des japanischen Nationalspielers, die vermutlich zeitnah in einen Abschluss münden werden.

Hamburger SV: Kommt Admir Mehmedi auf den letzten Drücker?

Mit Kyriakos Papadopoulus und Mergim Mavraj standen die ersten beiden Winter-Einkäufe des Hamburger SV in den Partien beim VfL Wolfsburg (0:1) und beim FC Ingolstadt (1:3) bereits auf dem Platz, doch auch die neuformierte Innenverteidigung konnte einen Fehlstart des dadurch wieder auf Rang 17 abgerutschten Bundesliga-Dinos nicht verhindern.

Walace-Transfer perfekt

Am Montagabend wurde mit dem Brasilianer Walace, der für rund zehn Millionen Euro von Gremio Porto Alegre der dritte Neue dieser Transferperiode präsentiert, wobei Trainer Markus Gisdol schon in den vergangenen Tagen hat anklingen lassen, dass der erst 21 Jahre alte Olympiasieger des vergangenen Jahres Zeit zur Eingewöhnung benötigen wird und deshalb nicht als Soforthilfe gesehen werden sollte. Deshalb wollte Gisdol eigentlich einen bundesligaerprobten Sechser nach Hamburg lotsen, doch die TSG 1899 Hoffenheim wollte Eugen Polanski ebenso wenig eine Freigabe erteilen wie der FC Augsburg Dominik Kohr.

Mit Blick auf das Mittelfeldzentrum, das seit längerem als Problemzone ausgemacht wurde, für das im Sommer, als Walace auch schon auf dem Wunschzettel stand, aber dennoch kein neuer Spieler geholt wurde, bleibt für den HSV nur zu hoffen, dass sich der brasilianische Nationalspieler schnell akklimatisieren kann.

Abgänge als Voraussetzung für Mehmedi-Leihe

Mit Walace scheinen die Personalplanungen des HSV aber noch nicht zwingend abgeschlossen. So berichtet „Bild“, dass der Dino der Liga bis zum Transferschluss heute um 18 Uhr gerne auch noch Admir Mehmedi von Bayer Leverkusen auf Leihbasis verpflichten würde.

Allerdings kann eine Ausleihe des Schweizers wohl nur dann über die Bühne gehen, wenn zuvor noch Platz im Kader geschaffen wird. Die Chancen, noch einen mehr oder weniger ausgemusterten Spieler abgeben zu können, sind allerdings eher gering. So trainieren Aaron Hunt und Nabil Bahoui, die als die beiden ersten Wechselkandidaten gelten, seit dem Wochenende wieder normal in Hamburg, nachdem sich Gespräche mit anderen Vereinen zerschlagen haben.

1. FC Nürnberg: Enrico Valentini kehrt zurück

In der Winterpause lag der Fokus des 1. FC Nürnberg in erster Linie darauf, den zu großen und zu teuren Kader etwas zu verschlanken. Mit dem zu Maccabi Haifa verliehenen Enis Alushi wurde bisher aber nur einer von drei mehr oder weniger ausgemusterten Akteuren abgegeben.

Evseev und Sylvestr noch auf der Suche

Willi Evseev, der in Kasachstan nach einem neuen Arbeitgeber sucht, und Jakub Sylvestr konnten bisher noch keinen neuen Klub präsentieren, sollen nach Möglichkeit bis Transferschluss am nächsten Dienstag aber noch gehen.

Schon weg ist derweil Torjäger Guido Burgstaller, für dessen Wechsel zum FC Schalke 04 ein halbes Jahr vor Vertragsende immerhin noch 1,5 Millionen Euro in die Kasse flossen, denen noch eine weitere Million Euro als Bonuszahlung folgen könnte.

Einen neuen Spieler verpflichtet hat der 1. FC Nürnberg unterdessen noch nicht und es sieht im Moment auch nicht danach aus, als würden die Verantwortlichen um Sportvorstand Andreas Bornemann in den kommenden Tagen noch tätig. Dafür aber hat sich der FCN offenbar für die neue Saison schon die erste Verstärkung gesichert.

Dreijahresvertrag für Valentini

Nach Informationen der „Bild“ kehrt Enrico Valentini im Sommer nach dem Ende seines Vertrages beim Karlsruher SC nach Nürnberg zurück, wo der 27 Jahre alte Deutsch-Italiener geboren wurde und mit nur vier Jahren auch schon beim Club mit dem Fußballspielen begonnen hat.

Der auf beiden Außenbahnen defensiv wie offensiv einsetzbare Allrounder verließ Nürnberg 2010 mangels Einsatzchancen, entwickelte sich danach beim VfR Aalen und beim Karlsruher SC aber zu einem guten Zweitliga-Spieler.

In Nürnberg, wo seine Schwester als Pressesprecherin tätig ist, soll Valentini einen Vertrag über drei Jahre erhalten. Der KSC wurde darüber offenbar schon informiert.

VfB Stuttgart: Dortmunds Mikel Merino auf der Wunschliste

Drei Abgänge schon fix

Schon zu Beginn der Winterpause war klar, dass es im Kader des VfB Stuttgart während der Transferperiode im Januar einige Bewegung geben würde. Zweieinhalb Wochen vor dem ersten Spiel der Rückrunde beim FC St. Pauli haben mit Stephen Sama (SpVgg Greuther Fürth), Max Besuschkow (Eintracht Frankfurt) und Philip Heise (Dynamo Dresden) bereits drei Spieler den Verein verlassen, denen die Schwaben keine Steine in den Weg legen wollten.

Selbiges gilt auch noch für Angreifer Borys Tashchy, für den Erzgebirge Aue angefragt haben soll, der aber dem Vernehmen nach nicht zum in den Abstiegskampf verwickelten Ligarivalen wechseln möchte.

Hannes Wolf bestätigt Interesse an Merino

Neu in Stuttgart ist bislang nur Julian Green, der vom FC Bayern München verpflichtet wurde und offensiv auf beiden Flügeln sowie auch hinter einer zentralen Spitze eingesetzt werden kann.

Beim US-Nationalspieler dürfte es in Sachen Verstärkung aber nicht bleiben. Vielmehr wünscht sich Trainer Hannes Wolf offenbar auch noch einen Qualitätszuwachs im zentralen Mittelfeld und hat mit Mikel Merino von Borussia Dortmund auch schon einen konkreten Akteur im Blick.

„Es wird sicherlich nicht einfach ihn zu bekommen, da viele Vereine an ihm interessiert sind. Fest steht, dass er in unser Anforderungsprofil passt. Es wäre klasse, wenn wir den Spieler vom VfB überzeugen könnten“, bestätigte Wolf gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“ das Interesse am spanischen Defensiv-Allrounder des BVB, der sowohl auf der Sechs als auch in der Innenverteidigung spielen kann. Neben dem VfB gelten vor allem der 1. FC Köln und Merinos Ex-Klub CA Osasuna als Interessenten, wobei bislang aber noch gar nicht sicher ist, ob Dortmund den spanischen U21-Nationalspieler überhaupt abgeben würde. Wenn dann ohnehin nur auf Leihbasis und ohne Kaufoption.

Hannover 96: Erdinc gegen Großkreutz? – Gerüchte um Tauschgeschäft mit Galatasaray

Drei Neuzugänge geplant

Am heutigen Samstag gastiert Hannover 96 zu einem mit Blick auf die Tabelle enorm wichtigen Spiel bei der TSG 1899 Hoffenheim. Beim Tabellenschlusslicht haben die Niedersachsen die große Chance, sich auch nach dem gestrigen 0:0 des VfB Stuttgart in Mainz ein wenig von der gefährdeten Zone abzusetzen und einen direkten Konkurrenten auf Abstand zu halten.

Die Winterpause würde in diesem Fall sicherlich deutlich ruhiger verlaufen, womit die Verantwortlichen um Geschäftsführer Martin Bader und Trainer Michael Frontzeck auch die Kaderplanung ohne den ganz großen Druck in Angriff nehmen können. Dabei steht schon seit längerem fest, dass im Januar drei Neue kommen sollen: ein Stürmer, ein kreativer Mittelfeldspieler und ein Innenverteidiger.

Hannover bietet Tauschgeschäft an

Womöglich kommt aber auch ein Spieler, der in keine der drei Kategorien passt, die 96er mit seiner Qualität aber gleich auf mehreren Positionen weiterbringen könnte: Kevin Großkreutz. Der erst im Sommer von Borussia Dortmund zu Galatasaray Istanbul gewechselte Weltmeister, der wegen zu spät eingereichter Unterlagen in der Türkei noch nicht eingesetzt werden konnte, ist schon wieder zurück in Deutschland und auf Vereinssuche.

Nachdem Ex-Klub BVB ebenso abgewunken hat wie der 1. FC Köln wird über einen Wechsel von Großkreutz nach Hannover spekuliert. Laut türkischen Medien sollen die Niedersachsen dazu bereit sein, die geforderten drei Millionen Euro Ablöse zu bezahlen. Gleichzeitig soll Hannover Galatasaray aber auch Mevlüt Erdinc als Tauschobjekt angeboten haben. Mit diesem Vorschlag will sich der türkische Spitzenklub in den nächsten Tagen genauer auseinandersetzen, wobei ein Tausch Erdinc gegen Großkreutz für Hannover sicherlich eine sehr interessante Lösung wäre. Denn dass der im Sommer für über drei Millionen Euro von AS St. Etienne gekommene Erdinc, der im Hinblick auf seine EM-Teilnahme Spielpraxis benötigt, nach ganz schwacher erster Halbserie noch durchstartet, glaubt in Hannover kaum mehr jemand.