Werder Bremen: Wer wird neuer Trainer?

Auch vier Tage nach der unglücklichen 1:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt am Freitagabend ist die Trainerfrage beim SV Werder Bremen weiterhin ungeklärt.

Nach wie vor ist offen, ob der in Frankfurt nach der Trennung von Alexander Nouri erstmals als Interimscoach auf der Bank sitzende Florian Kohfeldt zur Dauerlösung wird oder ob ein Trainer von außen kommt und mit der Mission Klassenerhalt beauftragt wird.

Kohfeldt sammelte mit seiner Arbeit auf dem Trainingsplatz zwar durchaus Pluspunkte, kassierte in Frankfurt aber trotz einer verbesserten Vorstellung Werders auch eine Pleite. Und nachdem zuletzt zwei interne Lösungen mit Viktor Skripnik und Nouri jeweils nur vorübergehend funktionierten, ist fraglich, ob die Bremer Verantwortlichen um Sportdirektor Frank Baumann wieder auf einen Mann aus den eigenen Reihen setzen.

Reise in die Schweiz

Baumann sondiert auf jeden Fall den Markt und dürfte hinter den Kulissen auch Gespräche führen, wobei bisher wenig durchgesickert ist und sich die Meldungen in der Presse zum Teil widersprechen. So wird Bruno Labbadia oft noch als Top-Kandidat gehandelt, soll anderen Berichten zufolge aber gar kein Thema mehr sein. „Bild“ berichtet derweil davon, dass auch Maik Walpurgis konkrete Aussichten auf den Job an der Weser haben soll, hat Baumann nun aber auch auf einer Reise in die Schweiz zum dortigen Top-Spiel zwischen dem FC Basel und den Young Boys Bern (1:1) aufgespürt.

Hintergrund dieser Reise soll ein Interesse an Adi Hütter sein, der sich aktuell anschickt, mit den Berner Young Boys dem Serienmeister aus Basel den Rang abzulaufen. Der 47 Jahre alte Österreicher war zuvor bereits in seiner Heimat mit Red Bull Salzburg Meister und gilt als Kandidat beim SV Werder. Anders als der Bremer Ex-Profi Raphael Wicky, der seit dieser Saison den FC Basel trainiert und der nun Kontakte zu Werder-Sportdirektor Baumann verneinte.